Posts mit dem Label Newcastle werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Newcastle werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 9. Oktober 2009

Australisch für Anfänger - Lektion 2

In der heutigen Lektion von Australisch für Anfänger werde ich mich mit australischen Städtenamen befassen, die nicht gerade Sinny, Pöarth, Känbra oder Melbörn heißen ;)

Ganz grundsätzlich lassen sich australische Städtenamen in vier Gruppen unterteilen. Zum einem sind da die ganz normalen Städtenamen; dann gibt's die Aborigine-Städtenamen; die Städtenamen, die hier eigentlich nicht her gehören; und die Städtenamen, bei denen man einfach nur hä denkt.

Zu den ganz normalen Städtenamen muss man eigentlich nichts sagen, da sie, wie gesagt, eben einfach nur ganz normal sind.
Im Gegensatz dazu gibt es andere Städtenamen, bei denen man sich fragt, wer genau sich diese ausgedacht hat. Devils Marbles, Northern Territory ist so ein Beispiel dafür. Für alle, deren Englisch nicht so gut ist, devil heißt ja bekanntlich Teufel und marbles sind Murmeln. Was man sich genau bei der Benennung von Dum Dum, Tomahawk, Field of Mars, Monkeyjacket, Bobs Farm, Sea Elephant, Iron Knob oder Tittybong gedacht hat, kann ich leider nicht sagen.

Immer gedacht, dass Toronto in Kanada liegt, Liverpool in England, Cardiff in Wales, Heidelberg eben Heidelberg ist und SansSouci in Potsdam steht? Weit gefehlt! Und damit sind wir auch schon bei der dritten Gruppe von australischen Städtenamen. Heidelberg ist ein Stadtteil von Melbourne, SansSouci liegt im Süden von Sydney und an Cardiff, Toronto und Liverpool kommt man vorbei, wenn man nach Newcastle fährt. Achso, Newcastle liegt natürlich für den Deutschen auch eher in England...

Die vierte und letzte Gruppe ist meine persönliche Lieblingsgruppe, da es einfach lustig ist, diese auszusprechen - auch wenn meistens was anderes dabei herauskommt, als wenn die Australier es tun. Wie ich persönlich finde, gibt es in der Umgebung von Sydney und natürlich auch vielen anderen Teilen Australiens, erstaunlich viele Ortsnamen, die aus der Sprache der indigenous australians stammen.
Einer meiner Favoriten ist dieser Stadtteil von Sydney (ich buchstabier ihn einfach mal): W, doppel-O, doppel-L, doppel-O, M, doppel-O, L, doppel-O. Na, mitgekommen? Richtig, Woolloomooloo, natürlich Wul-lu-mu-lu gesprochen. Wagga Wagga, Tumbi Umbi, Kangy Angy oder Tuggerangong sind auch sehr interessante Beispiele und Cronulla spricht man auch eher Kra-nal-a aus - ist immer sehr lustig, wenn man Fahrkarten kauft ;)

Sonntag, 6. September 2009

Welcome to Egypt

Wie bereits angekündigt, war ich gestern an der Central Coast, wo sich zwischen Newcastle und Anna Bay ein 28 Kilometer langer Strand befindet.

Nachdem ich gestern Morgen allen Ernstes an einem Samstag um 6:15 aufgestanden bin, um mich dann auf eine zweieinhalbstündige Zugfahrt gen Norden zu machen - übrigens gibt es in Australien nicht sowas wie ICEs, sondern nur Regionalzüge, die ständig anhalten.
Als wir endlich in Newcastle angekommen waren, machten wir uns ein wenig auf Erkundungstour durch die zweitgrößte Stadt des first state, da es in Australien doch eher schwierig ist, Dinge vorauszuplanen, da sowieso immer alles anders kommt ;) Mein erster Eindruck von der Industriestadt war dann doch eher ernüchternd, denn ich fühlte mich irgendwie wie an der Nordsee und zwar spätestens als dann noch dieser kleine mate vorbeigeschwommen kam...


Falls man es jetzt nicht erkennt, es war ein Seehund...

Später machten wir uns dann auf den Weg nach Anna Bay, wie und wo das liegt kann man am besten so erklären: es fahren fünf Busse am Tag dorthin und auf der Fahrt sieht man eigentlich nur Farmen und gaaaanz viele Rinder...
Doch während der Fahrt fühlte ich mich wenigstens nicht mehr wie an der Nordsee, sondern stattdessen wie im richtigen Australien. Allerdings änderte sich dieses Gefühl wieder, als wir endlich am Strand angekommen waren, denn da dachte ich plötzlich, dass es dort genauso aussähe wie in Ägypten.
Meterhohe Sanddünen weit und breit und wenn man nicht das Meer zur einen und einen grünen Wald zur anderen Seite gesehen hätte, hätte man wirklich den Eindruck gehabt, dass man sich Mitten in der Wüste befände.





Mittwoch, 2. September 2009

Wer hat an der Uhr gedreht?!

Unglaublich aber wahr, ich bin mittlerweile schon mehr als acht Wochen weg von zu Hause und es fühlt sich an, als hätte ich gerade erst gestern in Frankfurt am Flughafen gestanden und mich aus Deutschland verabschiedet. Die Zeit fliegt einfach an mir vorbei und wenn es so weiter geht, dann bin ich gefühlt in einer Woche auch schon wieder zu Hause.

Und so hab ich gedacht, dass es auch mal Zeit wird ein kleines Zwischenfazit zu ziehen ;)

Auch nach zwei Monaten weg aus Deutschland hat sich noch nicht das geringste Heimweh eingestellt, da es hier einfach viel zu viele liebe Menschen gibt, die sich darum sorgen, dass es mir auch wirklich gut geht, inklusive täglicher Liebesbekundungen und Umarmungen meiner Mädels.
Allerdings stellt sich nach acht Wochen so langsam die "Sydney ist so langweilig"-Stimmung ein. Wahrscheinlich habe ich mich wohl einfach noch nicht so ganz daran gewöhnt, dass ich auch wirklich hier lebe und dass, wenn man in einer Stadt lebt, man nicht jedes Wochenende eine neue Sehenswürdigkeit vor die Füße geworfen bekommt, die einen von den Socken haut.
Zu der "Sydney ist so langweilig"-Stimmung gehört übrigens auch die Feststellung, dass das opera house nur von der Seite cool aussieht und von vorne ganz schön hässlich ist. Außerdem sieht es von ihnen aus, wie jedes handelsübliche Theater in Deutschland, jedenfalls dort (im playhouse), wo ich war um die Umbilical Brothers zu schauen.

Aufgrund dieser Stimmung geht es dann am kommenden Wochenende mal an die central coust, an einen 28 Kilometer langen Strand zwischen Newcastle und Anna Bay. Newcastle ist übrigens die zweitgrößte Stadt des Bundesstaates und hat stolze 290.000 Einwohner (Sydney - natürlich die größte Stadt NSWs - hat 3,6 Millionen; die Metropolregion 4,12 Millionen).
Ansonsten kann man hier nicht so viel von Sydney aus machen, da Australien ein Land der großen Entfernungen ist. Wenn es dann ein bisschen wärmer wird, werde ich noch mal über ein Wochenende nach Canberra und in die Blue Mountains, aber die meisten anderen großen Städte/Sehenswürdigkeiten sind einfach zu weit weg. Man fährt ja auch nicht mal eben so übers Wochenende nach Wien...

Dienstag, 21. Juli 2009

Surprisingly no aching muscles

Ich muss zugeben, dass ich diesen Post eigentlich schon am Sonntag und dann eigentlich gestern schreiben wollte, aber irgendwie hatte ich entweder keine Zeit oder nicht so richtig Lust, aber dafür kann ich auch zwei Tage später bestätigen: Ich habe keinen Muskelkater!

...und das ist doch schon ziemlich überraschend. - Warum überraschend?! Hier meine Sonntagsaktivität.

Nachdem wir irgendwie beide noch nichts wirklich für den Sonntag geplant hatten, haben das Au Pair mit dem ich bereits in Featherdale war und ich uns zusammengetan und uns etwas gesucht, was wir am Sonntag machen wollen. Allerdings stellte sich diese Suche nicht als allzu einfach heraus, woraufhin ihre Gastfamilie vorschlug, dass wir doch in der Nähe von Gosford, wo sie wohnt, wandern gehen könnten - gesagt getan.
Also saß ich am Sonntagmorgen pünktlich um zehn im train Richtung Newcastle. Ehe ich in aber in Gosford ankam, sah ich noch den kleinsten Bahnhof Australiens! Die Wondabyne railway station ist gerade mal so groß, dass eine Zugtür - nein, nicht verlesen! - in den Bahnhof passt. Wenn man dort einsteigen möchte, muss man dem Zugführer per Winken ein Zeichen geben. Wenn man aussteigen möchte, in den letzten Waggon einsteigen und vorher Bescheid sagen, dass man in Wondabyne aussteigen möchte ;) Und wenn man dann aussteigen möchte, führt auch keine Starße, sondern nur ein Schotterweg weg von der station.

Aber nun zurück zu der eigentlichen Aktivität des Tages, dem Wandern. Eigentlich wäre eine etwa sechs Kilometer lange Wanderung ja nicht schlimm, wenn nur die Australier Stufen nicht so sehr lieben würden...
Stellt euch vor, ihr befindet euch mitten im nirgendwo in einem neusüdwalisischen Wald, der von seinem Aussehen her, sehr einem Urwald ähndelt. Ihr wandert von Strand zu Strand, von Bucht zu Bucht. Wie macht man das wohl?!?
Genau, über Stufen! Man läuft etwa vier Kilometer Stufen rauf und Stufen runter, danach wieder rauf, drei wieder runter und fünfzig wieder rauf und immer und immer und immer so weiter... Ich mein, ich will mich nicht beschweren, schließlich war der Bouddi National Park wunderschön, aber irgendwie versteh ich das mit den Stufen nicht ;)
Achso und die anderes Widrigkeit war, dass es in der letzten Zeit hier ziemlich viel geregnet zu haben scheint... Jedenfalls stand man manchmal so zwei bis fünf Zentimeter (da ist man dann allerdings drübergesprungen) in der Matschpampe ;)
Aber dafür haben die verschiedenen Strände wieder für alles entschädigt =) Auch wenn ich nicht verstehe, warum man künstliche Strände weit ab von jeder Zivilisation aufschüttet... Beziehungsweise, wenn man erst zwei bis drei Kilometer durch den Wald laufen muss und das dann noch immer Sommer, wenn wir jetzt im Winter schon 20°C haben. Treppe rauf, Treppe runter ;)