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Mittwoch, 2. September 2009

Aus 2 mach 4

Irgendwann schon mal darüber geärgert, im ICE zu langsam gewesen zu sein, um einen Vierer zu bekommen. Beim Zug fahren schon mal gedacht, wie schön es wäre, wenn jetzt niemand einem gegenüber sitzen würde?!




So einfach macht man hier aus einem Vierer einen Zweier und aus einem Zweier wieder einen Vierer ;)

Sonntag, 16. August 2009

28°C im Winter

Heute war der wohl wärmste Tag meiner bisherigen Zeit in Australien und dennoch bleibt die Beschwerde "Mir ist kalt" nichts aus, aber von vorne...

Eigentlich hatten Lisa und ich heute vor ins Kino zu gehen, da die Wettervorhersage des Sydney Morning Herald uns zwar erfreulicherweise eröffnete, dass es heute 28° werden sollten, dazu allerdings noch heftiger Regen.
Als man dann aber heute Morgen aus dem Fenster schaute, konnte man sich nicht mehr so recht vorstellen, den Tag in einem dunklen und kalten Raum zu verbringen und entschieden uns daher, den Tag lieber am Strand zu verbringen und dazu musste ich erst mal in die Stadt.

Und mit diesem Vorhaben begann das Abenteuer, denn auf der Strecke von Newcastle bis Sydney verkehrten an diesem Wochenende aufgrund von trackwork nur Züge von Sydney Central Station bis Strathfield, wo ungefähr die dritte Station auf der Strecke ist und somit etwa zehn von 159 Kilometern. Die restlichen 149 Kilometer wurden von Bussen abgefahren.
Glücklicherweise wohne ich nur so zehn Kilometer von Strathfield entfernt und hatte daher keine komplette Weltreise vor mir, doch auch für die zehn Kilometer brauchte der Bus heute wegen erhöhtem Verkehrschaos mal locker 35 Minuten und das obwohl er nur ein Mal zwischendurch noch anhielt.
Außerdem gehörte ich zu den wenigen Glücklichen, die schon vorher Bescheid wussten, dass die Züge heute nicht fuhren und daher aus Verdacht schon einmal ein bisschen eher zu Hause losgegangen war. Zwar fahren die Busse alle zehn Minuten, allerdings passen in einen Bus nicht längst so viele Leute, wie in einen Zug. Die Australier machen sich natürlich keine Gedanken darüber, wenn sie eben drei oder fünf Busse warten müssen - never worry - aber ich bin eben doch noch deutsch ;)
Da heute außerhalb des Busses allerdings 28° waren, beschloss der Busfahrer doch einfach mal die Klimaanlage anzumachen. Diese kühlte den Bus dann auf ungeheuer angenehme siebzehn Grad runter - das gleiche geschah dann in den Anschlusszügen in Strathfield. Und ich kann euch sagen, dass es ganz schön kalt werden kann, wenn man für 28 anstatt 17° abgezogen ist!

Neben einem wunderschönen Tag an Balmoral Beach im Sonnenschein, waren die hohen Temperaturen auch nach Sonnenuntergang sehr gut, denn im Normalfall muss man hier immer zwei Pullover und nen Schal mitschleppen, da es, nachdem die Sonne untergegangen ist, bloody cold wird, aber das war heute mal nicht der Fall.


P.S. Und es gibt doch eine Sache, bei der die Australier mal von ihrem no worries abweichen: Wenn die Leute im Bus nicht bis nach hinten durchgehen, wird auch mal der australische Busfahrer laut und ist seinem deutschen Kollegen gar nicht so unähnlich ;)

Dienstag, 21. Juli 2009

Surprisingly no aching muscles

Ich muss zugeben, dass ich diesen Post eigentlich schon am Sonntag und dann eigentlich gestern schreiben wollte, aber irgendwie hatte ich entweder keine Zeit oder nicht so richtig Lust, aber dafür kann ich auch zwei Tage später bestätigen: Ich habe keinen Muskelkater!

...und das ist doch schon ziemlich überraschend. - Warum überraschend?! Hier meine Sonntagsaktivität.

Nachdem wir irgendwie beide noch nichts wirklich für den Sonntag geplant hatten, haben das Au Pair mit dem ich bereits in Featherdale war und ich uns zusammengetan und uns etwas gesucht, was wir am Sonntag machen wollen. Allerdings stellte sich diese Suche nicht als allzu einfach heraus, woraufhin ihre Gastfamilie vorschlug, dass wir doch in der Nähe von Gosford, wo sie wohnt, wandern gehen könnten - gesagt getan.
Also saß ich am Sonntagmorgen pünktlich um zehn im train Richtung Newcastle. Ehe ich in aber in Gosford ankam, sah ich noch den kleinsten Bahnhof Australiens! Die Wondabyne railway station ist gerade mal so groß, dass eine Zugtür - nein, nicht verlesen! - in den Bahnhof passt. Wenn man dort einsteigen möchte, muss man dem Zugführer per Winken ein Zeichen geben. Wenn man aussteigen möchte, in den letzten Waggon einsteigen und vorher Bescheid sagen, dass man in Wondabyne aussteigen möchte ;) Und wenn man dann aussteigen möchte, führt auch keine Starße, sondern nur ein Schotterweg weg von der station.

Aber nun zurück zu der eigentlichen Aktivität des Tages, dem Wandern. Eigentlich wäre eine etwa sechs Kilometer lange Wanderung ja nicht schlimm, wenn nur die Australier Stufen nicht so sehr lieben würden...
Stellt euch vor, ihr befindet euch mitten im nirgendwo in einem neusüdwalisischen Wald, der von seinem Aussehen her, sehr einem Urwald ähndelt. Ihr wandert von Strand zu Strand, von Bucht zu Bucht. Wie macht man das wohl?!?
Genau, über Stufen! Man läuft etwa vier Kilometer Stufen rauf und Stufen runter, danach wieder rauf, drei wieder runter und fünfzig wieder rauf und immer und immer und immer so weiter... Ich mein, ich will mich nicht beschweren, schließlich war der Bouddi National Park wunderschön, aber irgendwie versteh ich das mit den Stufen nicht ;)
Achso und die anderes Widrigkeit war, dass es in der letzten Zeit hier ziemlich viel geregnet zu haben scheint... Jedenfalls stand man manchmal so zwei bis fünf Zentimeter (da ist man dann allerdings drübergesprungen) in der Matschpampe ;)
Aber dafür haben die verschiedenen Strände wieder für alles entschädigt =) Auch wenn ich nicht verstehe, warum man künstliche Strände weit ab von jeder Zivilisation aufschüttet... Beziehungsweise, wenn man erst zwei bis drei Kilometer durch den Wald laufen muss und das dann noch immer Sommer, wenn wir jetzt im Winter schon 20°C haben. Treppe rauf, Treppe runter ;)