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Mittwoch, 2. Juni 2010

The most amazing experience ever

Eine Sache kann ich gleich ganz klipp und klar vorne weg sagen: Wer nicht ein Mal in seinem Leben Scuba diving am Great Barrier Reef war hat definitiv was verpasst! Das war definitiv the most _______ (kann mir mal bitte jemand ein neues Wort erfinden!?) experience meines Lebens!

Auch wenn es von Anfang an so geplant war, dass ich Tauchen gehen wuerde, ging es fuer mich erst beim zweiten Stop des Tages ins tiefe Wasser - im Nachhinein wahrscheinlich auch gut so, denn sonst haette ich noch mehr Geld ausgegeben.

Nachdem es also am ersten Halt an den Agincourt Reefs, fuer mich aufgrund der hohen Zahl der introductory divers und einer begrenzten Zahl an Lehrern, lediglich in die Taucherbriller, den Schorchel und die Flossen ging, ging es am zweiten Stop dann so richtig los. Zunaechst noch voellig mutig, wurde das Gefuehl dann schon etwas mulmiger, sobald ich die Gewichte um den Bauch und die Sauerstoffflasche auf den Ruecken geschnallt bekam.


Doch wie man auf dem Bild offensichtlich sehen kann, koennen ich wenigstens noch Laecheln. Auch die Rolle ins Wasser war ueberhaupt kein Problem und zu meiner eigenen Ueberraschung auch die Sicherheitsuebungen, wie Wasser aus der Taucherbrille zu pusten und die Atemmundstuecke ein paar Mal hin und her zu wechseln waren ueberhaupt kein Problem.

Doch dann schwebte ich ploetzlich, mich an einem Seil festhaltend, im Wasser, meine Tauchlehrerbegleitung namens Greg kuemmerte sich um den Neuling neben mir, der auch grade seine Uebungen machte und ich hatte nichts mehr zu tun. Und was mache ich, wenn ich gerade nichts zu tun hab - mir Gedanken.

Allerdings ist das nicht gerade die allerbeste Idee, ebenso wie zu versuchen runterzuschlucken. Denn die Druckluft, die man da so die gesamte Zeit einatmet, ist ziemlich bloody trocken und schon mal versucht, ohne Fluessigkeit oder basically irgendwas im Mund runterzuschlucken? Kann euch sagen, das ist ein ziemlich seltsames Gefuehl und es fuehrt nicht gerade zu Wohlsein.

Folgedessen fing ich an, Panik zu bekommen... Meinem Tauchlehrer das signalisiert, er versucht mir zu signalisieren, ruhig zu atmen (die allerwichtigste Regel des Tauchens), doch wenn man einmal Panik bekommt, will man einfach wieder rauf.

Ich also aus einem Meter Tiefe wieder an die Oberflaeche. Ein bisschen gutes zureden, meine Antwort "I can't do it!" - "Let's just try it again" - "I can't, I was just thinking..." Und damit war dann mein Problem an sich schon geloest, denn Denken ist nicht die allerbeste Idee, wenn man vor hat, etwa zwoelf Meter tief in den grossen, weiten Ozean zu tauchen.

Also "You just breath and I'll do the rest, including thinking" - gesagt getan. Nach dieser Aussage Gregs stimmte ich dann zu, nochmal so ein oder zwei Meter runter zu gehen, um es zu probieren. Aus diesen kurzen ein bis zwei Metern wurden dann ein paar mehr und ich blieb fuer meinen ersten Tauchgang etwa 20 Minuten in der Tiefe und wollte am Ende eigentlich gar nicht mehr weg von dort unten, daher ging es dann beim dritten und letzten Halt auch noch ein zweites Mal fuer etwa 30 Minuten in den Ozean, um das Great Barrier Reef zu entdecken.
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Eins kann ich sagen: Ich habe noch nie so klares Wasser und noch nie so bunte Fische gesehen. Basically hab ich den gesamten Cast von Findet Nemo getroffen, inklusive ein paar Haien (keine Sorge, reef sharks sind ziemlich ungefaehrlich), ein paar Clownfischen und diverse andere kleine oder auch grosse kunterbunte Lebewesen.
Wie bereits gesagt, es war die mit Sicherheit unglaublichste Erfahrung meines Lebens, kann auch nicht wirklich sagen warum und vielleicht ist es fuer andere Leute anders, aber es war einfach amazing, dort nahezu schwerelos im Wasser zu schweben und all diese wundervollen Farben und Tiere zu sehen. Nachdem ich ein Mal dort tauchen war, wuerde mir nur schnorcheln definitiv nicht mehr reichen, warum zehn Meter drueber weg schwimmen, wenn ich auch mit den Fischen schwimmen kann.

Natuerlich kann man immer nur von sich selbst reden, aber ich wiederhol's gern nochmal - einfach unglaublich wundervoll!

Dienstag, 1. Juni 2010

Tropical Queensland

Genau dort bin ich mittlerweile angekommen - Tropical Queensland. Nachdem ich am vergangenen Sonntag um zwei Uhr in der frueh aufgestanden war, um den Airport Shuttle zum Flughafen Darwins zu nehmen, damit ich auch puenktlich zwei Stunden vor Abflug des International Flights nach Cairns dort zu sein. In einem weniger als halb vollen Flieger ging es dann in DIE Backpackerstadt Australiens - Cairns.
Nach einem kurzen Gastspiel in der Stadt, waehrenddessen ich meine folgenden Trips buchte, schliesslich ist hier jeder dritte Laden eine travel agency, ging es dann am Montagmorgen nach Cape Tribulation, dem letzten Ort im Nordosten des Landes, den man auf einer befestigten Strasse erreichen kann, danach ginge es dann nur noch mit Allradantrieb nach Cooktown.
Durch den aeltesten Regenwald der Welt, den Daintree Rainforest, ging es also mit einigen Stops nach Cape Tribulation - dem Kap des Truebsals, so genannt, da Australien englischer Entdecker James Cook hier auf Grund lief und erstmal nicht mehr wegkam, jedoch besser bekannt als der Ort where the reef meets the rainforest. Das Great Barrier Reef, in des es schon morgen zum Tauchen und Schnorcheln geht, ist nur gute fuenfzehn Kilometer vom Land entfernt, in frueheren Tagen war es sogar noch weniger.
Cape Tribulation selbst ist ein Ort irgendwo mitten im Regenwald, gegen das Uppen wie eine Weltstadt wirkt, dafuer aber wunderschoene Straende, wenn das Wetter schoen ist tuerkises mehr und eben das gruen des Regenwaldes hat, sowie all die Farben des Great Barrier Reef, das man bei gutem Wetter von dort aus sehen kann. Leider war das Wetter bei mir nicht so gut - ich scheine das schlechte deutsche ueberall mit hin zu nehmen - die Zeit dort aber trotzdem wunderschoen.
Ueber den Ort mit der hoechsten Dichte von Helikopterbesitzern und wahrscheinlich auch Millionaeren - Port Douglas - ging es dann heute wieder zurueck nach Cairns und wie bereits erwaehnt morgen zu Nemo & Co.
In drei Tagen zurueck nach Sydney, in sechs nach Singapur und in zehn bin ich wieder in Deutschland...

Freitag, 28. Mai 2010

Kakadu impressions

Fotos... Leider gibt's auf diesem Computer scheinbar keine Drehfunktion, daher bitte ab und an mal den Kopf schief halten ;) Und entschuldigt bitte den schlechten und ziemlich uninteressanten Blogeintrag, aber I can't be bothered right now, mag an meiner Muedigkeit, meinen Schmerzen, dem Jucken meiner Mueckenstiche oder simply an diesem mehr als seltsamen Kerl neben mir, der alle fuenf Sekunden dieses beruehmte englische Wort, das mit 'F' anfaengt und mit 'uck' aufhoert schreit, waehrend er Ballerspiele spielt. Gotta love Internetcafes...



















A pair of new legs, please

Kennt irgendjemand zufaellig irgendjemanden, der neue Beine verkauft? Oder neue Haende? Ich koennte naemlich dringend welche gebrauchen! Also bitte bei mir melden, je schneller desto besser, denn irgendwie bringen mir Darwin und der Kakadu National Park gesundheitstechnisch nicht so richtig viel Glueck.

Als ich nach zweiundzwanzigstuendiger Busfahrt, die gar nicht so horrible wie gedacht war, das erste Mal den Boden der Hauptstadt des Northern Territory betrat, knickte ich sogleich erst mal um und verstauchte mir den Knoechel. Zwar tat's weh, aber dank Schmerzgel und Stuetzverband aus der pharmacy von gegenueber sollte es schon gehen, schliesslich hatte ich ja noch ein anderes Bein, das ich einfach ein bisschen staerker haette belasten koennen. Leider allerdings nicht so richtig lange... Aber erstmal von vorne.


Am vergangenen Mittwoch ging es, im Vergleich mit der Tour durch das Red Centre, zu humaner Uhrzeit, naemlich um 7:30 los. Zunaechst ging es dann zum Adelaide River, einem Fluss in der Naehe Darwins, in dem tausende von Krokodilen leben, was uebringens keine Seltenheit im Territory ist, denn hier leben die meisten aller crocs in Australien.

Nach einem Besuch bei den Tierchen, die zu den gefaehrlichsten des ganzes Kontinents zaehlen, ging es dann weiter in den Kakadu National Park selber und meine Serie von Verletzungen setzte sich unaufhaltsam fort.


Nach einigen Wanderungen um die weltberuehmte Jahrtausende alte rock art der Aborigines zu bewundern, ging es schliesslich on top eines Berges. Rauf war zwar ziemlich anstrengend, wieder runter gab's dann allerdings ein paar Probeme mehr. Zunaechst muss man dazu sagen, dass australische Wanderwege nicht mit deutschen zu vergleichen sind. Thema Sicherheit wird hier nicht allzu gross geschrieben oder daher geht es meist einfach queerfeldein, in der Hoffnung, dass man irgendwann mal irgendwie ankommt.

Unter diesem Motto ging es dann auch den Felsen rauf, schliesslich hat man ja zwei Haende mit denen man sich festhalten kann und ein Gesaess, auf dem man dann wieder runterrutscht, da allerdings letzteres ziemlich schnell ziemlich nervig werden kann, wird man auch schnell mal uebermuetig und denkt, dass man den Meter auch runterspringen kann. Kann man auch, allerdings kommt man unten nicht immer auf zwei Fuessen stehend an, sondern wie ich, auf einem anderen Stein liegend, was allerdings ganz gut war, denn waere dieser Stein nicht irgendwie in meinem Weg gewesen, waere ich wohl so drei bis vier Meter weiter unter irgendwo im Gebuesch gelandet...

Lange rede, kurzes Sinn - es tat weh. Hoellisch weh. Wunden am rechten Schienbein, der linken Wade, dem linken Daumen und dem rechten Handgelenk waren das Ergebnis. Blutend ging es dann weiter bergab, alles halbsoschlimm. Zwar taten die Wunden weh, jedoch nicht nicht so, wie an den folgenden zwei Tagen, als sich um die Wunden noch nette blaue Flecken und Muskelschmerzen versammelten.

Gelohnt hat sich der Weg trotzdem und alle mal, denn so einen Ausblick, hat man in Deutschland dann doch eher selten. Ehrlich gesagt auch in Australien ist er eher selten.

An den kommenden zwei Tagen ging es dann noch auf diverse weitere Wanderungen, auf Felsen, zu Wasserloechern und Wasserfaellen, in denen ich dann doch auch gegen jede Krokodilwanderung schwimmen gegangen bin. Auf sie getroffen bin ich dann gluecklicherweise doch nicht, allerdings auf ein paar, fuer mich, unsichtbare Steine unter Wasser, an denen ich mir dann meine naechste blutige Wunde zugezogen hab...

Glueck hat mir der Park zwar nicht gebracht, aber dafuer some of the most amazing sights I've ever seen!

Fotos folgen...

Montag, 24. Mai 2010

Sunshine. Not in Australia!

Die ersten paar Tage meiner finalen Reisezeit in Australien sind bereits vorbei und das geschah alles wie im Flug und dabei sehr feucht, denn die Sache mit dem Sonnenschein scheint in diesem Land tatsaechlich nur ein Mythos zu sein oder alternativ bringe ich den Regen immer mit.

Am vergangenen Mittwoch ging es los, mit einer Dreiviertelstunde Verspaetung due to weather conditions und, wie ich erst nach der Ankunft im (noch) sonnigen Alice Springs feststellen sollte hatte dieser unaufhoerliche Wolkenbruch nicht nur mein Flugzeug delayed, sondern auch meinen gesamten Koffer durchnaesst, sodass sich sofort nach dem Einchecken die Frage stellte, wie man denn am besten nahezu den gesamten Inhalt seines Koffers in einem Hostelzimmer trockend und dabei nur sein eigenes Bett benutzt, dieses aber dabei nicht nass werden darf.

Nachdem diese Huerde eher schlecht als recht gemeistert war, machte ich mich auf den Weg um die einzige Stadt im geografischen Zentrum des Landes zu entdecken, allerdings gab's es da nicht so recht viel, denn the Alice besteht hauptsaechlich aus einer langen Strasse und dort hatten ein Grossteil der Geschaefte um 15 Uhr scheinbar schon geschlossen. Also lief ich nur mal hin und zurueck - was jedoch durch die Entfernung meines Hostels zur Innenstadt doch immerhin eine Stunde dauerte.

Stoerte dann jedoch nicht sonderlich, da ich auch noch mal ein paar Kilometer in die andere Richtung laufen musste, um in den naechsten Supermarkt zu gelangen und ich schliesslich frueh ins Bett gehen wollte, da es am naechsten Tag um sechs Uhr auf Tour gehen sollte.

Nach einer durch akutem Nichtstun ziemlich langen, aber dafuer verdammt kalten Nacht - warum sollte es bei neun Grad Aussentemperatur und keiner Heizung auch mehr als ein Bettlaken zum zudecken geben, hiess es am naechsten Morgen um fuenf Uhr aufstehen, duschen und noch schnell die letzten Sachen packen.

Im stroemenden Regen ging es dann zu Rezeption um mein Gepaeck abzugeben, denn ich hatte natuerlich alles wichtige fuer die kommenden drei Tage in meinen Rucksack gestopft. Nachdem ich dann zunaechst im falschen Bus sass - wer hatte schon erwartet, dass zwei Busse von The Rock Tour Leute aus meinem Hostel abholen wuerden, ich es gluecklicherweise fuer mich (und auch Mr Suedafrika, der als allererstes wissen wollte, was ich von Ballacks Verletzung halten wuerde) noch merkte, ging es dann um Viertel nach sechs in den richtigen Bus und somit stundenlang auf die Reise in Richtung Kings Canyon.

Der Weg dorthin war jedoch gar nicht so leicht, da es immer noch in Stroemen regnete und sich in paar Creeks zwischen uns und dem ersten Naturwunder befanden, die sich bei Regen in reissende Fluesse verwandeln konnten. Nach mehrmaligen Pruefen des Wetterberichts fuer die naechsten Stunden, ging es dann aber doch weiter und man musste den Weg halt in der Haelfte der Zeit laufen, damit man nicht am Ende eingeschlossen die folgenden Tage in der Einoede verbringen musste.

Doch trotz des Regens und unglaublicher Steigungen war es wunderschoen dort und mich gab es als Modell begossener Pudel...


Des Rest des Tages ging es dann on the road again um sich weiter Uluru und den Kata Tjutas zu naehern. Die Uebernachtung folgte auf dem Gebiet der zweitgroessten cattle station in Australien, die aber immerhin doch immer noch groesser als Belgien ist.

Nach Gemueseschnippeln im Dunklen und einem gemuetlichem Abend am Lagerfeuer, waehrenddessen man den Wasserdampf aus seinen Schuhen, in denen man zuvor hatte schwimmen koennen, aufsteigen sehen konnte, ging es dann um zehn in den swag fuer eine Nacht unter dem - nicht vorhandenen - Sternenhimmel. Erstaunlicherweise gestaltete sich die folgende Nacht ziemlich schlafreich.

Nach dem Aufstehen am naechsten Morgen ging es dann weiter in Richtung Kata Tjutas, durch dessen Valley of the Winds die naechste Wanderung fuehren sollte. Weiterhin war es kalt und windig, aber immerhin trocken!

Anschliessend ging es dann zum ersten Mal zu einem der Wahrzeichen des Landes - Uluru, der von nahem doch erstaunlich anders aussieht als man es sich zunaechst vorstellt, naemlich voller Hoehlen und Ausbuchtungen. Nach dem kurzen Mala-Walk ging es schliesslich zu Sonnenuntergang gucken, doch leider viel dieser aufgrund der Bewoelkung eher bescheiden aus und so leider auch der Sonnenaufgang und dennoch war es ein Erlebnis, denn auch wenn man schon denkt, dass der Uluru ziemlich gross ist, kann ich sagen, dass er noch verdammt viel groesser wirkt, wenn man ihn erstmal mit eigenen Augen sieht.

Nachdem es nach dem Sonnenaufgang einmal zu Fuss um den grossen Stein ging, hiess es dann wieder Aufbruch nach Alice Springs...

Sorry, dass die Ausfuhrungen zum Ende ein wenig viel knapper wurden, aber leider laeuft meine Zeit ab... Melde mich dann mit dem naechsten Bericht nach meiner naechsten Tour, die am Mittwoch starten wird ;)

Sonntag, 16. Mai 2010

Ich packe meinen Koffer und nehme mit...

Well, ehrlich gesagt, tue ich grade weder das Erstere, noch weiß ich das Letztere. Am Mittwoch geht es los, auf nach Alice Springs, um in den letzten drei Wochen Australien noch ein bisschen was vom Land zu sehen, doch dazu, meinen Koffer zu packen, kann ich mich immer noch nicht überwinden.
Ich muss gestehen, dass ich zu den Menschen gehöre, die ihren Koffer normalerweise erst am Abend vor der Abreise packen und so war es vor etwa einem Jahr auch das erste Mal, dass ich mir selber eine Liste schrieb, was ich mitnehmen muss - vorher hatte ich ja meinen Papa, der das für mich gemacht hat, na ja, er hat einfach jedes Jahr die gleiche Liste ausgedruckt und dann fehlten gegebenenfalls auch in jedem Urlaub die gleichen Dinge beziehungsweise wurden handschriftlich hinzugefügt...
Jedenfalls ist es nun wieder so weit und I simply can't be bothered. 'Koffer Packen' spielen schien immer so ein großer Spaß, doch wenn man nun tatsächlich entscheiden, was man auch wirklich mitnehmen soll, sieht die Sache ganz schnell, ganz anders aus.

Vor einem Jahr glaubte ich noch, dass es schwer sei, sein Leben für ein Jahr Australien zu packen, doch jetzt stelle ich fest, dass ein Jahr Australien für ein Leben zu packen wesentlich schwieriger ist, denn was nun mit auf Reisen kommen soll, was per Post zurück nach Deutschland geschickt werden soll und was am Ende in den Altkleidercontainer wandert, ist gar nicht so leicht zu entscheiden.
Als ich hierher kam, musste ich lediglich für den australischen Winter in der Region Sydney packen. Gut, ziemlich wahrscheinlich, dass ich mir damals nicht so richtig vorstellen konnte, was das bedeutet, aber im Endeffekt hat es doch ganz gut geklappt - Kleidung für zwischen zwölf und 18°C.
Dieses Mal jedoch wird es etwas schwieriger, denn es heißt packen für die Nacht bei fünf bis sieben Grad im Freien irgendwo im nirgendwo nahe Alice Springs und für 33°C in Darwin, einer Stadt, in den 32° ein kalter Tag, 33° ein normaler und 34° ein heißer Tag ist. Und da alles wie immer in flugzeugfreundlichen 20kg, damit ich auch bloß keine horrenden Summen draufzahlen muss.
Damit heißt's wohl von allem ein bisschen und hoffen, dass es so hinhaut. Übrigens hab ich mir heute - ich hätt's vor Australien nie zu glauben gewagt - Handschuhe gekauft, denn schon nachts in Sydney frieren einem die Finger ab und momentan bin ich am Überlegen, ob ich mir auch noch eine Regenjacke gönnen soll, denn prinzipiell soll es trotz Trockenzeit regnen - viel Spaß!...

Auch wenn ich eigentlich überhaupt gar keine Lust dazu habe, werd ich mich wohl dennoch heute Abend an das Koffer packen machen müssen oder spätestens morgen früh, denn das Paket nach Deutschland muss ja auch noch gekauft und aufgegeben werden, in der Hoffnung, dass die Ankommenschance größer ist, als die der Pakete nach Australien (stolze 4/6).

Sonntag, 2. Mai 2010

On the road [and in the air] again

Nicht langsam, aber dennoch sicher neigt sich meine Zeit in Australien dem Ende zu und da ich das land down under nicht verlassen möchte, ohne nach mehr von ihm gesehen zu haben, heißt es bald wieder Svenja on the road. An sich nicht schlecht, würde es nicht das Ende meiner Zeit in beautiful Sydney bedeuten. Eigentlich wollte ich schon alles im März geplant haben, doch nachdem mich mehr als zwei Monate einige Abschiede und ein lethargischer Zustand meinerseits davon abhielt, tatsächlich etwas zu planen, hab ich es diese Woche endlich geschafft - etwa 20 Tage bevor ich Sydney verlasse.


Die schwierigste Entscheidung war sicherlich, wo es denn eigentlich hingehen soll. Wie wahrscheinlich allgemein bekannt, handelt es sich bei Australien nicht gerade um ein kleines Land und hat somit viele wunderschöne Ecken. Um all die Orte zu besuchen, die ich gerne besuchen würde, müsste ich wahrscheinlich hellseherische Fähigkeiten in Bezug auf Lottozahlen entwickeln, doch da mir dies noch nicht gelungen ist, werden es nur ein paar dieser Orte.
Da die australische Südküste samt Melbourne, Adelaide und das an der Westküste liegende Perth bereits abgedeckt sind, geht es nun in die Mitte und in den Hohen Norden, denn auch wenn manche es mir vielleicht nicht glauben werden, aber nach mittlerweile mehr als zehn Monaten in Australien habe ich immer noch keine wirklich rote Erde gesehen und das muss schließlich geändert werden!

Also wird es am 19. Mai ab nach Alice Springs gehen. Von der einzigen Stadt im geografischen Zentrum des Landes geht es dann am darauffolgenden Tag dort hin, was für den gemeinen deutschen Touristen das richtige Australien ist - den Sehenswürdigkeiten des Red Centres.
323 bis 440 Kilometer südlich von Alice liegen der Kings Canyon im Watarrka National Park und Uluru sowie die Kata Tjutas im gleichnamigen Nationalpark. All diese Orte und noch ein paar mehr, werde ich in einer dreitägigen Tour entdecken, ehe es nach einer weiteren Übernachtung in Alice on the road geht und das, für fast 24 Stunden, denn es geht in das Top End.
Nach der 1500 Kilometer Busfahrt im Greyhound hab ich dann einen Tag Verschnaufpause in Darwin ehe es wieder auf eine dreitägige Entdeckungstour geht, dieses Mal in den Kakadu National Park und zum Litchfield National Park, habe ich einen weiteren Tag in der Hauptstadt des Northern Territory, ehe es nach einer vermutlich eher schlafarmen Nacht am Flughafen Darwins pünktlich morgens um vier [einer Zeit, in der in Darwin noch keine öffentlichen Verkehrsmittel fahren] weiter nach Cairns.
Kann ich ja im Jetstarflieger schlafen, denn für In-flight Entertainment müsste ich ja sowieso extra zahlen, wiegt allerdings immer noch nicht die 120 Dollar auf, die Qantas für einen Tagflug haben möchte und falls ich doch am Flughafen einschlafen sollte, weckt mich bestimmt der drei Uhr morgens Jetstarflieger aus Bali - man könnte sich glatt fragen, ob die nächtlichen Flughafengebühren geringer sind oder was ist der Grund, dass die Billigflieger dort nur nachts fliegen?!

Nachdem meine insgesamt zehntägige Rock to Croc Adventure Tour beendet ist, geht es also nach Cairns, wo ich mich noch einige Tage aufhalten werde, um das Tropical Queensland nördlich der Stadt und natürlich das glücklicherweise wieder frachterfreie Great Barrier Reef zu entdecken.
Danach geht es dann wieder mit Jetstar - dieses Mal zur Tageszeit - zurück nach Sydney, um dort noch ein letztes Wochenende zu verbringen, ehe es am siebten Juni in den Flieger nach Singapur geht.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

I need holidays...

...and finally get some.

Die einzige Sache, die ich wirklich an der Schule vermisse sind die Ferien. Es war mal eine ganz ungewohnte Situation sechs Monate lang jeden Tag zu arbeiten und nur an den Wochenende frei zu haben und irgendwann merkt man dann schon, dass man auch mal Urlaub braucht und nun hat sich endlich hat sich alles für die kommenden Wochen entschieden.

Es war alles ein wenig kompliziert, aber nun hat sich entschieden, dass, nachdem ich in der kommenden Woche [mal wieder] völlig allein für Kinder und Haushalt verantwortlich bin, da meine Gastmutter beruflich in den USA ist, ich fast die kompletten Sommerferien frei hab.

Nachdem ich Weihnachten mit meiner Gastfamilie [mehr oder weniger] typisch australisch verbringen werde, fliegt diese dann am 29. Dezember in die USA. Ich bleibe noch für einige Tage in Sydney, da man New Year in Australien natürlich hier verbringen muss, ehe ich mich gemeinsam mit einer Freundin dann on the road begebe.


Es geht von [surprise, surprise] Sydney die Ostküste entlang nach Melbourne, ehe wir uns an der Südküste entlang, unter anderem tweilweise über den australischen Mythos die Great Ocean Road, nach Adelaide begeben.