Mittwoch, 5. August 2009

The secret life of a ghostdriver


Dieses australische Straßenschild kennt wohl jeder Kangaroos, wombats and camels ahead, aber das ist nicht das einzige interessante australische Straßenschild.


Mein absoluter Favorit ist dieses hier. An sich ist es gar nicht so lustig, aber man muss ich vorstellen, dass dieses Schild nach jeder highwayauffahrt steht und zwar im Prinzip dann, wenn es eh schon zu spät ist...
Allgemein kann man sagen, dass australische Straßenschilder eher für die Unterbemittelten gemacht sind. So stehen dann bei der Linksabbiegerspur Schilder wie left lane must turn left, wo ich mir dann denke, dass das eigentlich schon klar ist, denn wozu heißt das Ganze denn Linksabbiegerspur.
Aber mir ist aufgefallen, dass wir in Deutschland schon einen ganz schönen Schildersalat haben. Ich glaub, hier gibt es nur die Hälfte der Zahl an Straßenschildern und dann sind sie zum größten Teil auch noch geschrieben, also gibt es für Fahranfänger keine nervige Schildlernerei (von denen man die meisten sowieso nie brauchen wird).

Eine andere Besonderheit des australischen Autofahrens sind die Kreisel, die es hier häufig innerhalb von Ortschaften anstatt von Kreuzungen und Ampeln gibt, aber dennoch ein wenig wie Kreuzungen gehandhabt werden. Wenn man die erste Ausfahrt nimmt, blinkt man links; wenn man die zweite nimmt, blinkt man gar nicht, wenn man die dritte Ausfahrt nimmt - richtig geraten - blinkt man rechts und das alles, bevor man in den Kreisel reinfährt.
Hat mich neulich mal fast dazu verleitet, auch wirklich rechts zu fahren...

Ansonsten kann ich sagen, dass das Autofahren gut funktioniert. Ab und zu, vor allem in Stresssituationen, wische ich mal die Scheiben, obwohl es gar nicht regnet, ein Mal wäre ich fast auf der falschen Seite eingestiegen und des öfteren gehe ich zum Auto und muss mal länger darüber nachdenken, wo ich jetzt genau einsteigen muss.

Dienstag, 4. August 2009

simply S-V-E-N-J-A

How do you pronounce your name?

An diese Frage habe ich mich ja schon praktisch seit dem allerersten Tag in Australien gewöhnt und auch an seltsame Blicke, wenn Leute meinen Namen das erste Mal hören, da sie ihn nicht kannten.

Is it a common name in Germany?

Diese Frage hab ich auch schon ein paar mal gehört und ich antworte dann auch gern, dass der Name in meinem Alter nicht ungewöhnlich ist.

Could you please spell your name?

Überhaupt gar kein Problem, denn auch schon daran hab ich mich gewöhnt (übrigens pronunziere ich ab und zu schon mal meinen Nachname als Kosch, da es hier einen relativ bekannten Moderator gibt, der Koch heißt, aber eben Kosch ausgesprochen wird ;))


Allerdings passieren dann schon mal seltsame Dinge wie bei Starbucks...

What's your name?

Svenja

Seltsamer Blick der Verkäuferin

S - V - der Blick wird immer seltsamer - E - noch seltsamer - N - totale Verwirrung - J - A


Und DAS kommt dann dabei raus...


... beim nächsten Mal denk ich mir nen anderen Namen aus!

Sonntag, 2. August 2009

Whale watching


Eigentlich wollte ich es gar nicht machen, da es eigentlich viel zu teuer ist, aber da einem so gut wie jeder Australier mindestens ein Mal vom whale watching vorschwärmt und die Walsaison bald vorbei ist, entschlossen ein anderes Aupair und ich uns doch dazu die Wale zu beobachten...

Das ganze läuft im Prinzip so ab, dass man entweder in Darling Harbour oder am Circular Quay sich eine Gesellschaft mit der man das macht (wir kauften unsere Tickets bei Captain Cook Cruises, auf ihnen Stand dann Mathilda Cruises und schließlich auf dem Schiff True Blue Cruises) und fährt dann schließlich aus dem Hafen auf das offene Meer.
Dort angekommen starrt man dann vier Stunden lang auf das blaue Naß und hofft darauf, dass mal ein paar Wale, die gerade vom Kinderkriegen im Süden wieder Richtung Norden schwimmen, vorbeikommen. Sieht man dann ein paar Wale, stürmen alle Leute, die sich auf dem Schiff befinden, zu der einen Seite des Schiffes, krallen sich mit der einen Hand aufgrund des Wellengangs am Geländer fest und mit der anderen Seite am Fotoapparat, in der Hoffnung ein einigermaßen passables Foto zu schießen.
Wenn dann plötzlich Wale auf der anderen Seite des Schiffes zu sehen sind, dann stürmt die gesamte Besatzung zur anderen Seite und das ganze geht wieder von vorne los. Das gesamte Prozedere geht dann so ungefähr vier Stunden lang ;)

Und was dann auch noch alle lauthals gelernt haben war, dass man den Walen nur folgen darf, mit hundert Abstand und niemals nicht vor ihnen fahren darf (ein paar andere Leute auf einem kleinen Boot haben das gemacht und wurden dann von unserem Kapitän übers Meer rüber angeschriehen).

P.S. Ich bin übrigens wahrscheinlich der schlechteste Walfotograf des gesamten Schiffes gewesen ;)